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Titel

PDF 
Probenahme und Laboranalysen für orientierende Altlastenerkundung Britz Süd

 

Für die BVG sollen Probenahme- und Laborleistungen zur orientierenden Altlastenerkundung an der U-Bahn-Betriebswerkstatt Britz Süd in Berlin erbracht werden. Vorgesehen sind 47 Rammkernsondierungen mit Boden- und Bodenluftprobenahmen, Laboranalytik sowie Dokumentation.

Vergabeverfahren

Öffentliche Ausschreibung
Dienstleistungsauftrag (VOL/VOF)

Vergabestelle

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Einkauf und Materialwirtschaft (FEM)
Holzmarktstraße 15-17
10179 Berlin

Ausführungsort

DE-12351 Berlin

Frist

05.07.2026

Beschreibung

Bekanntmachung

Probenahme- und Laborleistungen zur orientierenden Altlastenerkundung - Betriebswerkstatt U-Bahn Britz Süd
FG2-0308-2026
Vergabenr. FG2-0308-2026

a) Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle, zuschlagserteilende Stelle sowie die Stelle zur Einreichung der Angebote:

Name und Anschrift: Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Anstalt des öffentlichen Rechts
Bereich Einkauf/Materialwirtschaft
Holzmarktstr. 15-17
10179 Berlin

Internet-Adresse:
Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform.
Stelle, bei der die Angebote einzureichen sind: Siehe oben
Zuschlagserteilende Stelle: Siehe oben

b) Art der Vergabe:
Verfahrensart: Nichtförmliches Verfahren

c) Angebote können abgegeben werden:
elektronisch mit fortgeschrittener Signatur
elektronisch mit qualifizierter Signatur
elektronisch in Textform

d) Art und Umfang der Leistung:

Leistung Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) planen, die U-Bahn-Betriebswerkstatt Britz Süd in Berlin - Neukölln durch Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen an zukünftige Anforderungen anzupassen. Im Rahmen der geplanten Baumaßnahmen sollen auf dem bisherigen Standort sowie einer nördlich angrenzenden Erweiterungsfläche mehrere Neubauten errichtet sowie eine Erweiterung des Gleisfächers vorgenommen werden.

Das bisher von der BVG genutzte Gelände des Betriebshofs ist im Bodenbelastungskataster des Landes Berlin unter der BBK - Nr. 10501 als Alt- bzw. Branchenstandort erfasst. Die zukünftige Erweiterungsfläche ist nicht im BBK erfasst, allerdings sind auch hier aufgrund der früheren Nutzung und aufgebrachter Aufschüttungen Bodenverunreinigungen nicht auszuschließen. Zur Vermeidung von Risiken durch etwaige Bodenverunreinigungen während der späteren Bauphase soll daher eine orientierende Altlastenerkundung gemäß BBodSchV durchgeführt werden. Der Untersuchungsbereich wird dabei auf den Bereich der geplanten Baumaßnahmen begrenzt.

Im Rahmen der orientierenden Erkundung sind insgesamt 47 Rammkernsondierungen zur Entnahme von Boden- und teilweise Bodenluftproben vorgesehen. Die Untersuchungen sollen gem. den Vorgaben der BBodSchV bzw. Berliner Liste 2025 durchgeführt werden. Sämtliche Proben sind arbeitstäglich an das Labor zu übergeben.

Zur Entnahme der Bodenproben sollen die Sondierungen bis in eine Tiefe von 3 m unter GOK bzw. bis mind. 1 m in die geogenen Sedimente erfolgen. Bei sensorischen Auffälligkeiten sind die Sondierungen entsprechend zu vertiefen.

Die Bohrungen sollen mittels Kleinrammbohrung oder Kleinbohrgerät im Durchmesser von 60- 80 mm unverrohrt durchgeführt werden.

Vom Bieter ist ein geeignetes Kleinbohrverfahren so zu wählen, dass das Erreichen der Endtiefe und eine fachgerechte Entnahme von Bodenproben sowie eine höhenmäßig genaue Aufnahme der Schichtgrenzen sichergestellt sind.

Leistungsinhalt:

  • Kleinrammbohrungen und Entnahme von Bodenproben
  • Bodenluftprobenahme
  • Vermessung
  • Laborarbeiten
  • Dokumentation

Menge und Umfang siehe Vergabeunterlagen

Ort der Leistung: Betriebswerkstatt U-Bahn Britz Süd
Schlosserweg 1-3 / Gutschmidtstr. 43
12351 Berlin

e) Aufteilung der Leistung in Lose:
Vergabe in Losen: Nein

f) Nebenangebote und Änderungsvorschläge
Nebenangebote sind nicht zugelassen

g) etwaige Bestimmungen über die Ausführungsfrist:
Beginn der Ausführungsfrist 03.08.2026
Ende der Ausführungsfrist 11.09.2026
Bemerkung zur Lieferfrist

h) Anschrift der Stelle, die die Vergabeunterlagen abgibt, sowie der Tag, bis zu dem sie bei ihr angefordert werden können:
Siehe a), zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle
Anforderung bis spätestens:
Ggf. Anforderung digitaler Vergabeunterlagen unter:
Anschrift der Stelle, bei der die Vergabeunterlagen eingesehen werden können:

i) Angebots- und Bindefrist:
Ablauf der Angebotsfrist: 05.07.2026 24:00
Ablauf der Bindefrist: 31.08.2026

j) Höhe der etwa geforderten Sicherheitsleistungen:
keine

k) Wesentliche Zahlungsbedingungen oder Angabe der Unterlagen, in denen sie enthalten sind:
siehe Vergabeunterlagen

l) Unterlagen zur Eignungsprüfung:

Liste der vorzulegenden Unterlagen: Das Formblatt Eigenerklärungen zur Eignung FG2-0308-2026 liegt den Vergabeunterlagen bei. Der Bieter hat zum Nachweis der Eignung die Eigenerklärung ausgefüllt mit dem Angebot einzureichen. Die Eigenerklärung ist von den Bietern - der Begriff Bieter wird als Synonym auch für Bietergemeinschaften (BieGe) verwendet - bzw. von jedem Mitglied der BieGe vorzulegen. Ein Verweis auf frühere Bewerbungen/Angebote ist nicht ausreichend. Soweit Eigenerklärungen verlangt werden, hat der Bieter auf Verlangen weitere Nachweise vorzulegen.

Der Bieter hat zum Nachweis seiner Fachkunde folgende Angaben gemäß dem Formblatt Eigenerklärungen zur Eignung FG2-0308-2026 zu machen:

Eigenerklärungen zur Eignung gem.:

  • Erklärung entsprechend § 123 Abs. 1 GWB und § 124 Abs. 1 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen)
  • § 21 SchwarzArbG (Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz)
  • § 21 AEntG (Arbeitnehmer-Entsendegesetz)
  • § 98 c AufenthG (Aufenthaltsgesetz)
  • § 19 Abs. 1 und Abs. 3 des Gesetzes zur Regelung eines allgemeinen Mindestlohns (MiLoG)
  • Eigenerklärung, dass keine Eintragung im Berliner Korruptionsregister vorliegt.
  • Erklärung zur Höhe der der Versicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden (Mindestanforderung: für Personenschäden 2.000.000,- EUR / für Sach- und Vermögensschäden 1.000.000,- EUR)

Bei Vorliegen von Ausschlussgründen wird der Auftraggeber Angaben der Bieter zur Selbstreinigung nach § 125 GWB sowie den zulässigen Zeitraum für Ausschlüsse nach § 126 GWB berücksichtigen

Referenzen:
Es sind 2 Referenzen aus den letzten 3 Jahren über Leistungen, die den Leistungen des ausgeschriebenen Auftrags vergleichbar sind vorzulegen. Vergleichbar sind Referenzen mit dem Leistungsinhalt Altlastenerkundung inkl. Probenahme und Laboranalytik mit einer ähnlichen Größenordnung ( 20 Bohrungen oder vergleichbar)

Die 2 Referenzen müssen folgende Mindestanforderungen erfüllen:

  • Leistungsinhalt Altlastenerkundung inkl. Probenahme und Laboranalytik
  • Die Referenzen dürfen nicht älter als 3 Jahre (nicht älter als 01.06.2023) sein.

Mindestanforderung an die Qualifikationen/Leistungsfähigkeit/Ausstattung des Bieters/der Bietergemeinschaft:
Das Unternehmen muss über nachfolgend aufgelistete Qualifikationen / Zertifizierungen verfügen. Die Nachweise (Zertifikate, Nachweise, Legitimationsschreiben etc.) sind zusammen mit dem Angebot einzureichen.

Akkreditierung: Nachweise der Akkreditierung gemäß Fachmodul Boden und Altlasten (LABO) für folgende Leistungen:

  • Probenahmen (Boden, Bodenluft)
  • Analytik der ausgeschriebenen Parameter

Die Kombination von Haupt- und Nachunternehmern ist zulässig, sofern die Leistungen vollständig akkreditiert abgedeckt sind (entsprechende Nachweise sind mit dem Angebot einzureichen).

Sachkunde:
Nachweis der Fachkunde gemäß DGUV Regel 101-004 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen)

Personelle Leistungsfähigkeit:
Das Schlüsselpersonal (Projektleiter / Aufsichtsführender vor Ort) ist in der Eigenerklärung zur Eignung namentlich zu benennen. Der benannte Projektleiter muss mindestens über 3 Jahre Erfahrung in der Altlastenerkundung verfügen und über den Nachweis der DGUV-Sachkunde gemäß Regel 101-004 verfügen. Die Firma muss über die personellen Ressourcen verfügen und mindestens 2 Fachprobenehmer zur Auftragsausführung zur Verfügung stellen.

Technische Leistungsfähigkeit:
Die Firma muss über folgende Geräte zur Auftragsausführung verfügen:

  • Rammkernsondiergerät (60 - 80 mm)
  • Geräte zur Bodenluftprobenahme (inkl. Aktivkohleröhrchen-System) entsprechend Akkreditierung
  • Messgeräte für Vor-Ort-Parameter

Der Nachweis hat anhand einer Inventarliste (inkl. technischer Spezifikationen) zu erfolgen und ist zusammen mit dem Angebot einzureichen.

Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit:
Es wird ein Mindestumsatz von 100.000,- EUR im Durchschnitt (arithmetisches Mittel) der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre gefordert. Geschäftsjahr ist nicht zwingend gleichzusetzen mit Kalenderjahr, da es auch unterjährig enden kann. Die Umsätze von Mitgliedern einer Bietergemeinschaft werden für die Erfüllung der Mindestanforderung addiert.

m) Angabe der Zuschlagskriterien:
Der niedrigste Preis Ja

Veröffentlichung

Geonet Ausschreibung 203706 vom 16.06.2026