Öffentliche Ausschreibung
Bauauftrag (VOB)
KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
Grunewaldstraße 61-62
10825 Berlin
DE-10825 Berlin
13.03.2025
a) KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH
Grunewaldstraße 61-62
10825 Berlin
Telefonnummer: +49 3053653831
Internetadresse: www.kompetenz-wasser.de/de
Den Zuschlag erteilende Stelle: s.o.; Stelle, bei der die Angebote oder Teilnahmeanträge einzureichen sind: s.o.
b) Vergabeart: Öffentliche Ausschreibung
c) Form, in der Teilnahmeanträge oder Angebote einzureichen sind: Angebote können nur elektronisch abgegeben werden; Anschrift, an die die Angebote elektronisch zu übermitteln sind: www.evergabe.de
d) Art und Umfang der Leistung: Der Masterplan Wasser bildet eine essenzielle Grundlage für eine nachhaltige Wasserwirtschaft in Berlin. Um eine effektive und zukunftsfähige Umsetzung sicherzustellen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Institutionen, der Zivilgesellschaft, wissenschaftlichen Einrichtungen und der Wirtschaft er-forderlich. Es ist vorgesehen, einen strukturierten, datengestützten Beteiligungsprozess zu entwickeln, der die Entscheidungsfindung verbessert, institutionelle Fragmentierung reduziert und eine langfristige Kooperationsstruktur etabliert. Der Fokus liegt auf einer wissenschaftlich fundierten, praxisorientierten und umsetzungsfähigen Gestaltung des Prozesses. 1. Hintergrund Der Masterplan Wasser stellt eine wesentliche Grundlage für die nachhaltige Wasserwirtschaft in Berlin dar. Um eine wirksame Umsetzung zu gewährleisten, ist eine strukturierte Einbindung relevanter Stake-holder notwendig. Das Kompetenzzentrum Wasser Berlin (KWB) entwickelt in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) sowie den Berliner Wasserbetrieben (BWB) einen datenbasierten Beteiligungsprozess. Ziel ist es, öffentliche Institutionen, Zivilgesellschaft, Industrie sowie Forschungseinrichtungen in einen wissenschaftlich fundierten, kollaborativen Bewertungs- und Priorisierungsprozess einzubinden. Durch diesen Ansatz sollen: ? strategische Lücken identifiziert, ? bestehende Maßnahmen evaluiert und ? neue Indikatoren für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft entwickelt werden. Die Umsetzung soll in mehreren Phasen erfolgen, begleitet durch eine systematische Evaluierung. Das datengestütztes Indikatorensystem soll mit Stakeholder-Interessen verknüpft werden, um kurzfristige Notwendigkeiten mit langfristigen strategischen Zielen zu verbinden. 2. Leistungsumfang Phase 0: Vorbereitung (April 2025) Zu Beginn soll eine Analyse des aktuellen Projektstands durchgeführt werden. Diese soll die Sichtung des Maßnahmenkatalogs sowie eine Klärung der bisherigen Priorisierungsprozesse umfassen und eine Ab-stimmung zu Methoden, Begrifflichkeiten und Indikatoren legt die Grundlagen für die folgenden Schritte. Das Vorgehen soll durch ein Data Storytelling ergänzt werden, das die Entstehung des Maßnahmenkata-logs nachvollziehbar macht. Phase 1: Vorbereitung und Mapping (April 2025) In dieser Phase soll zusammen mit dem KWB ein Stakeholder-Mapping erfolgen. Ziel ist die Identifikation der relevanten Akteure auf verschiedenen Verwaltungsebenen (Senat, Bund, Brandenburg, Wasser-betriebe, Zivilgesellschaft, Forschung) mit Blick auf bestehende Herausforderungen und zukünftige Bedarfe. Parallel dazu soll eine Datenanalyse durchgeführt werdem, um relevante Datenquellen zu identifizieren und strategische Lücken in der Umsetzung des Masterplans Wasser sichtbar zu machen. Zudem soll ein Prozessbranding entwickelt werden, das eine politisch anschlussfähige und öffentlich verständliche Rahmung für das Vorhaben schafft. Phase 2: Durchführung von Beteiligungsformaten (Mai Juli 2025) Die Multi-Stakeholder-Workshops sollen vom Auftragnehmer geleitet werden, in Kooperation mit KWB, BWB und SenMVKU. Ziel ist die datengestützte Bewertung von strategischen Lücken, Interessen und Szenarien sowie die Priorisierung von Maßnahmen. Die Workshops sollen umfassen: 1. Analyse der bestehenden Maßnahmen, Entscheidungslogik und historischen Entwicklung 2. Szenario-Entwicklung für Best- und Worst-Case, Identifikation strategischer Lücken und zu-künftiger Handlungsbedarfe 3. Systematische Ableitung von Anpassungen bestehender Maßnahmen sowie Entwicklung von Bewertungslogiken für neue Maßnahmen Workshop mit dem Berliner Senat und den Wasserbetrieben Dieser Workshop soll sich an SenMVKU, BWB und relevante Fachabteilungen der Verwaltung richten und sich auf strategische und operative Entscheidungsgrundlagen für wasserbezogene Maßnahmen fokussieren. Inhaltlich soll eine historische Analyse der bisherigen Maßnahmenauswahl und die zugrunde liegenden Kriterien vorgenommen werden. Anschließend sollen Szenarien entwickelt werden, um zu prüfen, in-wiefern die aktuellen Maßnahmen robust gegenüber zukünftigen Herausforderungen sind. Der dritte Schwerpunkt soll auf der Ableitung von Bewertungslogiken und Indikatoren liegen, die eine realistische und langfristige Bewertung der Maßnahmen ermöglichen. Als Ergebnisse sollen eine dokumentierte Entscheidungslogik für bestehende Maßnahmen, erste Szenarien für zukünftige Wasserentwicklungen in Berlin sowie Anforderungen an ein Indikatorensystem zur wirkungsorientierten Bewertung von Maßnahmen vorliegen. Workshop mit Multi-Level-Governance-Akteuren Dieser Workshop adressiert Vertreter der Bezirke, Länder, des Bundes, Forschungseinrichtungen sowie Wirtschaftsakteure. Im Fokus soll die politische Kohärenz und regulatorische Herausforderungen bei der Umsetzung der Maßnahmen stehen. Zu Beginn soll der Status Quo bestehender Planungslogiken auf verschiedenen Verwaltungsebenen analysiert werden. Anschließend soll eine systemische Szenario-Arbeit erfolgen, um überregionale Ein-flussfaktoren und regulatorische Rahmenbedingungen zu identifizieren. Der Hauptteil des Workshops soll sich auf die Integration und Anpassung von Indikatoren konzentrieren, um Maßnahmen über mehrere Verwaltungsebenen hinweg vergleichbar zu machen. Die Ergebnisse sollen eine Übersicht über relevante politische Rahmenbedingungen, Empfehlungen zur Harmonisierung von Entscheidungsprozessen und ein Indikatorensystem für eine multidimensionale Maßnahmenevaluation umfassen. Workshop mit Zivilgesellschaft und Bürger:innen Dieser Workshop soll sich an Umweltverbände, lokale Initiativen und Bürger:innen richten und sich mit Transparenz- und Akzeptanzfragen in strategischen Entscheidungsprozessen befassen. Er soll eine Einführung in den Masterplan Wasser und die bestehenden Maßnahmen bieten und zu einer Diskussion über die Herausforderungen führen, die die Machbarkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen beeinflussen. Der Hauptfokus soll auf der Identifikation von Kriterien liegen, die Maßnahmen für die Bevölkerung nachvollziehbar und erfolgreich machen. Die erwarteten Ergebnisse sollen Empfehlungen sein für transparente Entscheidungsprozesse, die Entwicklung von bürgernahen Wirkungsindikatoren und eine Dokumentation sozialer und ökologischer Erfolgskriterien. Phase 3: Evaluation und Abschluss (bis September 2025) Die Ergebnisse der Beteiligungsformate sollen zusammengeführt und in einem priorisierten Maßnah-menkatalog dokumentiert werden. Zusätzlich soll eine Identifikation von Wissenslücken und Forschungs-bedarfenerfolgen. Ein Kommunikationsplan eine transparente Darstellung der Ergebnisse zeigen. Der Abschlussbericht soll Governance-Empfehlungen zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Senat, Wasserbetrieben und weiteren Stakeholdern enthalte. Erwartete Ergebnisse sind: ? Verbesserung der Kooperation zwischen den beteiligten Institutionen ? Szenarien-gestützte Entscheidungsgrundlagen und priorisierte Maßnahmenpakete ? Beitrag zum Aufbau einer tragfähigen Umsetzungsallianz für Berlin-Brandenburg ? Entwicklung eines Vorgehens, das als Modell für andere Regionen dienen kann Zu allen Phasen und Workshops sollen die möglichen Methoden und Ansätze benannt und kurz dargestellt werden.; Orte der Leistungserbringung: Offizielle Bezeichnung: KWB Koompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH; Straße, Hausnummer: Grunewaldsztraße 61-62; Postleitzahl: 10825; Ort: Berlin; Land: Deutschland
e) Ggf. Anzahl, Größe und Art der einzelnen Lose: entfällt, da keine losweise Vergabe
f) Nebenangebote sind nicht zugelassen
g) Ausführungsfrist: Beginn: 01.04.2025; Ende: 15.09.2025
h) Die Vergabeunterlagen werden auf der Vergabeplattform www.evergabe.de/unterlagen/3129681 bereitgestellt.
i) Angebotsfrist: 13.03.2025, 12:00 Uhr; Bindefrist: 26.03.2025
j) Höhe etwa geforderter Sicherheitsleistungen: nicht angegeben
k) Wesentliche Zahlungsbedingungen oder Angabe der Unterlagen, in denen sie enthalten sind: Monatliche Rechnungslegung entsprechend dem Leistungsfortschritt Zahlung innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rechnung
l) Mit dem Angebot oder dem Teilnahmeantrag vorzulegenden Unterlagen, die die Auftraggeber für die Beurteilung der Eignung des Bewerbers oder Bieters verlangen: Referenzen Beschreibung der Erfahrung der einzubeziehenden Mitarbeitenden des Auftragnehmers
m) Kosten für Vervielfältigungen der Vergabeunterlagen: entfällt
n) Angabe der Zuschlagskriterien, sofern diese nicht in den Vergabeunterlagen genannt werden: 40 % Preis 40 % Gesamtkonzept und Methodenauswahl 10 % Referenzen 10 % Erfahrungen